Wenn du eine Frau und Mutter bist, dann kennst du diese Situation sicher: Du bist die Erste, die morgens aufsteht. Du bist Diejenige, die (zumindest an den Schul- und Arbeitstagen) für das Frühstück der Familie sorgt. Bevor du selber arbeiten kannst – egal ob im Home Office oder im Büro – hast du meist schon gute 2 Stunden volle Power hinter dir. Dann werden ein paar Stunden voll konzentriert gearbeitet, bevor du dich ab ca. 15 Uhr, wenn Schule oder Kita vorbei sind, wieder um deine Kinder kümmerst. Zwischendurch saugst du vielleicht Staub – während du von Kinder-CDs beschallt, mit Aufforderungen wie „ich habe Hunger“ unter  Druck gesetzt wirst, Treffen mit anderen Müttern oder Termine mit der Schule vereinbarst. Möglicherweise chauffierst du deine Kinder auch noch zum Reitunterricht oder in die Zirkusschule. Sobald die Kinder dann nach Abendessen, Gute-Nacht-Geschichte und Kuscheln im Bett sind, bleibt auch noch ein „bisschen“ Haushalt: Aufräumen vom Tag, vielleicht noch Wäsche machen. Dann ist es geschafft! Du fällst auf die Couch, lässt dich vom Fernsehen berieseln und gehst dann völlig fertig ins Bett.

Und dann wachst du mitten in der Nacht auf und kannst nicht mehr schlafen. Eigentlich müsstest du doch vor Erschöpfung durchschlafen. Und trotzdem dreht sich das Gedankenkarussel: Wie löse ich diese oder jene Aufgabe, habe ich daran gedacht…?

Was Yin und Yang mit Abschalten zu tun haben

Wir Mütter haben es oft besonders schwer, abzuschalten und herunterzufahren. Das hat neben biologischen Gründen – mit der Feng Shui Brille gesehen – mehrere Gründe. Sicher hast du schon mal von Yin und Yang gehört. Das taoistische Weltbild, auf dem Feng Shui beruht, teilt alles in Yin und Yang, die gegensetzlichen Ausprägungen von Lebensenergie. Ich gebe dir ein paar Beispiele: Schwarz und Weiß, dunkel und hell, leise und laut, Schatten und Sonne, weiblich und männlich, Nacht und Tag, aufgeräumt und unordentlich, ruhig und unruhig, alt und jung, unbewegt und bewegt, stabil und flexibel, Ruhezeiten und Arbeit.

Die Eigenschaften sind dabei nie absolut, sondern sie ergeben sich erst aus der Gegenüberstellung. Ich habe jetzt bewusst immer zuerst die Yin-Qualität genannt.Daran wirst du erkannt haben, dass dein Tag als Frau extrem Yang-geprägt ist. Ich will dir hier aber die fünf wichtigsten Gründe nennen, warum gerade Mütter oft einem Zuviel an Yang-Energie ausgesetzt sind.

5 Gründe, warum Mütter mehr Yang aushalten müssen

  1. Die Zeitenergie ist im Moment extrem yang-betont. Du merkst das daran, dass alles schneller geht, Entwicklungen schneller sind, wir uns viel stärker an immer neue Technologien und gesellschaftlichen Situationen anpassen müssen.
  2. Technik und die damit verbundene Digitalisierung unseres Lebens ist Yang. Je mehr Technik in unserem Leben ist, desto mehr wird dieses von Energie von Außen bestimmt. Haben wir früher mehr körperlich gearbeitet und konnten unser eigenes Yang auch mal wieder abbauen, nimmt uns das heute die Technik ab. Das Yang in uns staut sich und von außen bekommen wir immer mehr davon. Technik führt aber auch dazu, dass unser Leben lauter und unruhiger wird.
  3. Arbeit ist eine Yang-Aktivität. Viele Mütter sind heute ja nicht nur Vollzeitmama, sondern auch noch mindestens in einem Teilzeitjob und damit Teil-Versorger der Familie. Immer häufiger erlebe ich aber, dass neben dem Teilzeitjob ein eigenes Business entsteht oder sich Frauen nebenberuflich ständig weiterbilden. Bist du selbstständig, hast du meist sowieso einen Job für 7 Tage in der Woche und 365 Tage im Jahr.
  4. Kinder sind Yang im Vergleich zu erwachsenen oder älteren Menschen. Sie sind lauter, beweglicher, agiler, unaufgeräumter. Sie brauchen ständig neue Energie von außen. Hast du deine Kinder ständig um dich, bist du in einer Energie, die nicht deiner eigenen entspricht. Je jünger Eltern sind, desto eher sind sie selber noch in einem starken Yang. Im Alter steigt das Yin in uns. Bedeutet aber auch, dass ältere Eltern tendenziell das Yang der Kinder als anstrengender empfinden.
  5. Unordnung macht Yang. Je größer deine Familie und dein Haushalt, desto eher werden immer und überall Sachen herumliegen. Ich bin immer völlig fasziniert, wenn ich Wohnungen von Singles betrete. Selbst, wenn die behaupten, es sei unaufgeräumt, sieht es im Vergleich zu meiner Wohnung oft penibel aufgeräumt aus. Es scheint so, als würden Singles kaum Besitz haben. Bei uns ist es so, dass ständig neue Dinge hinzukommen. Gerade die Kinder bekommen ständig von allen Seiten etwas geschenkt. Doch all diese Sachen brauchen einen Platz. Und da Kinder und Männer nicht so stark den Wunsch nach Yin haben wie wir Frauen, verstehen sie meist gar nicht, warum wir durchdrehen, wenn schon wieder überall Zeitschriften, Socken, Lego-Figuren rumliegen oder niemand am Schreibtisch arbeiten kann, weil sich die Sachen darauf stapeln.

Komme in deine Yin-Kraft durch Feng Shui

Wird ein Mann einem starken Yang ausgesetzt, dann kann er von Natur aus besser damit umgehen als wir Frauen – er ist ja quasi in seinem eigenen Qi. Auf Dauer funktioniert das natürlich nicht, denn auch Männer brauchen Yin. Aber in der Tendenz kann er mehr Yang vertragen als Frauen und ist auch über den Tagesablauf – in der Regel – weniger verschiedenen Yang-Quellen ausgesetzt. Daher ist es besonders wichtig, einen Ort zu haben, an dem wir als Frau und Mutter runterkommen können und der uns in unserer eigenen Kraft stärkt. Mit Feng Shui kannst du deine Wohnung so gestalten, dass du hier überflüssigen Stress vermeidest, in deine Yin-Kraft und Weiblichkeit kommst und dich schon allein durch den Aufenthalt in der Wohnung erholen kannst.

Hier ein paar Tipps, um stärker in deine eigene Yin-Kraft zu kommen:

  1. Platziere einen Buddha! Buddhas stärken das Yin und helfen dir so, in deiner Mitte zu bleiben. Meine Checkliste für die Platzierung eines Buddhas bekommst du gratis zum Download. Trag dich einfach unten in meine E-Mail-Liste ein.
  2. Wenn du zu einer Tageszeit arbeitest, die Yin-betont ist (vor allem, wenn es dunkel ist), arbeitest du gegen das Qi. Mein Tipp: mach öfter kleine Pausen, schließ die Augen und atme bewusst ein und aus.
  3. Greife auf wärmende Lebensmittel und Kräutertee zurück. Kühlende Lebensmittel (kalte Getränke, Zitrusfrüchte…) verleiten den Körper noch mehr Yang-Energie zu produzieren. Die brauchst du aber nicht.
  4. Wenn du zu Hause arbeitest: Setze dich ruhig auch mal mit dem Notebook auf den Teppich. Hier bist du näher am Erde-Qi, was naturgegeben Yin-Kraft hat.
  5. In die gleiche Richtung zielt: Mache Yoga-Übungen, die am Boden ausgeführt werden. Hier kannst du dich stärker mit der Erde verwurzeln.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, in deiner Yin-Kraft zu bleiben.

Lebe energiereich

Steffi

Blog Momentum

PS: Auch diesen Beitrag habe ich übrigens im Rahmen von BlogMomentum verfasst. In der Lektion 6 geht es um das Thema Schreiben. Wenn du selber bloggst, findest du hier tolle Ideen für Beitrags-Themen von Markus Cerenak. Ich habe dabei nicht ganz genau ein Thema aus der Liste gewählt, bin aber von einigen inspiriert worden und habe mir dabei schon wieder zwei weitere Themen als Spin-off überlegt. Seid gespannt ;-)

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